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Die Johannes-Apokalypse ist das letzte Buch des Neuen Testaments
und zugleich dessen einziges ausschließlich prophetisches
Buch. Obwohl mit der Apokalypse die neue Botschaft der Christen
endet, geht sie zurück auf die alte Tradition der Prophezeihungen
und Enthüllungen der Hebräer, die im Alten Testament,
bei Daniel beginnend, ausführlich dokumentiert sind.
Der
Autor Johannes, der mit dem Apostel identisch ist, übernimmt
die Erzähltechniken der Propheten, etwa diese poetische Aufzählung
von Visionen, die ihm durch göttliche Inspiration währen
seines Exils auf der Insel Patmos eingegeben wurden. Er wurde
nach Patmos geschickt, weil er das Wort Gottes bezeugte. [Klicken
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Noch in der vorchristlichen Epoche entwickelte sich der Prophetismus
von der rein mündlichen zur schriftlichen Form und in Übereinstimmung
mit diesem Phänomen taucht neben dem alten Versprechen der
Ankunft des Herrn eine neue Art von Enthüllung auf: die Enthüllung
vom Ende der Welt. Johannes beschreibt das Ende der Welt, um dem
Leser die Hoffnung auf das kommende Reich Gottes zu geben. Die
Johannes-Apokalypse ist zwar von der jüdischen Tradition
inspiriert, sie weist aber auch ganz neue Elemente auf.
Die
Geschichte des Johannes ist voller Visionen, Symbole und Allegorien,
die dem Leser kaum erklärt werden. Unüberbrückbare
Gegensätze scheinen sich gegenüberzustehen: die göttliche
Welt, bewohnt von Engeln, Heiligen, Märtyrern und Ältesten
sowie die Erdenwelt mit ihren vielen Menschen, die wie Ameisen
sterben. Alle Abbildungen sind von hoher Symbolkraft: der Löwe
und das Kind, die Mutter und der Drache, die Pferde und die Heuschrecken,
die Schlangen und das Lamm. Der Text geht ein auf alle Elemente
vom Feuer bis zur Luft, vom Land bis zum Wasser und er beschreibt
die Natur - das Meer, die Berge, die Flüsse, die Wüste.
Es sieht so aus, als ob eine Botschaft von Gewalt und Hoffnung
den Leser erreicht. [Klicken Sie auf das Bild zum Vergrößern]
Trotz seines Bezugs auf die damalige Zeit bleibt das Buch bis
heute aktuell und konnte die Menschen jeder Epoche erschrecken,
warnen und bezaubern.
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