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Castiglioni-Weltkarte (Sevilla, 1525)

Castiglioni-Weltkarte
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Weltkarte im Originalformat 81,5 x 214 cm und Originalbeschnitt. 240 g Spezialpapier. Die exklusive Auflage der Edition Libri Illustri beträgt nur 100 einzeln numerierte Exemplare und wird mit dem vom Direktor der Biblioteca Estense Universitaria unterschriebenen Garantiezertifikat in einer Rolle geliefert. Die Weltauflage ist streng auf 499 Exemplare limitiert! Auslieferung in Reihenfolge des Bestelleingangs.

Preis:  1000,- Euro
(inkl. 19 % MwSt)
Nur noch ganz wenige Exemplare.
Kommentarband
Castiglioni Weltkarte, Kommentar

Unter der Schirmherrschaft des italienischen Ministeriums für Kultur wurde die dekorative Karte getreu faksimiliert. Der Kommentarband, 128 Seiten, Format 17 x 24 cm, enthält einen historisch-kartographischen Beitrag von Ernesto Milano über die geschichtlichen Hintergründe und die große Bedeutung für die moderne Kartographie sowie eine Aufstellung der von Annalisa Battini identifizierten und transkribierten Ortsnamen. [Klicken Sie auf das Bild zum Vergrößern]

Inhaltsangabe
- Ernesto Milano: Die Castiglioni-Weltkarte 7
- Der Weg in die Sammlung der Biblioteca Estense 7
- Äußerliche Beschreibung 9
- Baldassare Castiglioni 11
- Unteruchungen zu Herkunft und Inhalt der Planisphäre 15
- Untersuchung der Planisphäre 21
- Inhaltliche Beschreibung 38
- Literatur 72
- Annalisa Battini: Transkription der Ortsnamen 77
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Weitere Informationen  

Für die Castiglioni Weltkarte aus dem Jahr 1525 wurden vier Pergamente zu einer Karte mit den Maßen von insgesamt 81,5 x 214 cm zusammengefügt, auf die die ganze vor fast 500 Jahren bekannte Welt gezeichnet war. Der Original Titel, ‘Umfassende und gewissenhafte Karte der Seefahrt’, steht einerseits für die Beschreibung der damaligen Welt, andererseits für die besondere technische Sorgfalt, die der Kartograph auf ihre Herstellung verwendete. Diese von Windlinien überzogene Seekarte ist von überragender historischer und kartographischer Bedeutung, da es sich um das allererste Dokument handelt, das die Theorie von der Kugelform der Erde belegt. [Klicken Sie auf das Bild zum Vergrößern]

Castiglioni-Weltkarte

[Falls Sie die Castiglioni Weltkarte in einer besseren Qualität betrachten möchten, steht Ihnen die Karte auch zum Download bereit (ca. 600 KB). Klicken Sie hier, um den Download zu starten.]

Der Zeichner ist der Kartograph Diego Ribeiro, der vom spanischen Königshaus beauftragt war, die durch Magellans Entdeckungen gewonnenen neuen geographischen Erkenntnisse bildlich darzustellen. Ribeiro zeichnete den Erdkreis wie er sich unmittelbar nach der ersten Weltumsegelung Magellans und der Erforschung der nordainerikanischen Küste durch Estevan Gomez dargestellt hat.

Der italienische Staat hat die Weltkarte im Jahr 2000 von Graf Castiglioni aus Mantua erworben. Das italienische Ministerium für Kultur hat die Biblioteca Estense Universitaria in Modena mit der Bewahrung dieses einmaligen Schatzes betraut, da dort bereits eine der bedeutendsten kartographischen Sammlungen der Welt verwahrt wird.

Die Karte ist ein Geschenk von Kaiser Karl V. von Habsburg an Baldassare Castiglioni (1478-1529), einer der überragenden Persönlichkeiten der Renaissance in Italien. Er wirkte am Hofe der Gonzaga und Montefeltro. Später wurde er von Papst Clemens VII. als apostolischer Nuntius nach Spanien berufen.

Für die Seekartographie zu Beginn des 16. Jahrhunderts war die Castiglioni-Weltkarte zum einen deshalb so wichtig, weil sie die genaueste Karte jener Zeit darstellt und zum andern, weil es sich um die erste wissenschaftlich korrekte Karte handelt, deren Aufbau sich auf die Linie des Äquators bezieht.

Die Karte dokumentiert erstmals glaubwürdig die historischen geographischen Entdeckungen. Das von höchster Instanz geförderte Streben nach größtmöglicher Genauigkeit hatte sehr gewichtige wirtschaftliche Gründe, denn nur mit exaktem Kartenmaterial konnte der profitable Handel mit Indien einigermaßen sicher verlaufen.

Instrumente und Hilfsmittel die für die Navigation nützlich waren, sind genauestens eingezeichnet. So z. B. ein nautisches Astrolabium, ein „circulus solaris”, und ein Quadrant. Die Küstenumrisse der neu entdeckten und der schon bekannten Welt sind markant hervorgehoben und akkurat mit Ortsnamen versehen. Dagegen tauchen im Innern des Kontinents außer Jerusalem und Kairo oder einigen Länderbezeichnungen wie z. B. Sachsen und Preußen so gut wie keine geographischen Bezugspunkte auf. Sehr schön sind die Flaggen jener beiden Staaten zu erkennen, die in der damaligen Zeit die Eroberungen der Welt unter sich ausmachten, Spanien und Portugal, sowie die im Vertrag von Tordesillas im Jahr 1494 beschlossene Demarkationslinie zwischen dem spanischen und dem portugiesischen Einflußbereich.

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